Berichte der 2. Herren Mannschaft

Schrecksekunde verhindert
Comeback



Oberpleis. Eigentlich hatte  Malte Mondry  vor dem Spiel beim
Tabellenschlusslicht TVE Bad Münstereifel (Sa., 19.30 Uhr) mit einem Comeback in der Handball-Verbandsliga geliebäugelt.  Doch nach einer Schrecksekunde im Abschlusstraining wird sich seine Rückkehr auf unbestimmte Zeit verschieben.

Nach einem Wurfversuch war der HSG-Spielmacher unglücklich
gelandet und verspürte anschließend einen stechenden Schmerz im Knie. „Die Diagnose steht noch aus“, sagt HSG-Coach Michael Müller, „es ist aber gut möglich, dass die alte Verletzung  wieder aufgebrochen ist.“ Erst Ende Januar hatten die Ärzte Mondry einen Teil seines Meniskus entfernen müssen.

Bis auf seinen Mittelmann kann Müller am Samstag jedoch personell aus dem Vollen schöpfen, denn auch die  frisch gebackenen Vize-Mittelrheinmeister des eigenen Nachwuchses sind wieder dabei. Dementsprechend groß sind Müllers Erwartungen vor dem Auswärtsduell: „Wir wollen unbedingt zwei Punkte mitnehmen
und anschließend eine Serie starten.“ Diese wird auch vonnöten sein, denn das neue Saisonziel des Ligafünften lautet Platz vier.



Siebengebirgler mit
glanzlosem Pflichtsieg

 

Die HSG-Reserve besiegt nach einer über weite Strecken
blutleeren Vorstellung den abstiegsbedrohten VfR Übach-Palenberg und

verbessert sich so auf Platz fünf der Verbandsliga.

 

Die Zweite Herrenmannschaft der HSG Siebengebirge-Thomasberg
hat ein Problem, um das sie sicherlich einige Mannschaften der Verbandsliga
beneiden. Fernab jeglicher Aufstiegschancen oder Abstiegssorgen spielt die
junge HSG-Reserve um eine Platzierung im oberen Drittel der Tabelle.

 „Wir wollen weiter jede Woche mit vollem Engagement ins Spiel gehen und auch unbedingt gewinnen.

Das sind wir nicht nur uns, sondern auch besonders den Teams
schuldig, für die es noch um richtig was geht“, blickt Trainer Micky Müller auf
die restlichen sechs Spieltage. Im drittletzten Heimspiel der Saison empfingen
die Grün-Blauen mit dem VfR Übach-Palenberg eines dieser von Müller
angesprochenen Teams. Die „Red Sox“ kämpfen als Vorletzter um den
Klassenerhalt.

Die Gäste aus Übach-Palenberg machten von Beginn an deutlich,
dass sie das dringend benötigte Erfolgserlebnis just am Oberpleiser Sonnenhügel
feiern wollten. Immer wieder setzte der VfR seinen kräftigen Kreisläufer in
Szene, den die HSG-Deckung kaum in den Griff bekam. Die Gastgeber zeigten in
der Abwehr eine unterdurchschnittliche Leistung und fanden zu keiner Zeit die
richtige Einstellung zum Gegner. Im Angriff profitierten die Siebengebirgler
dagegen von ihrer individuellen Klasse und nutzen mit schnellen Lauf- und
Passwegen die Lücken in der Übacher Deckung ein ums andere Mal aus. Die HSG
führte bereits mit 13:8 (18. Spielminute), verstand es aber nicht, den
Vorsprung zu halten oder gar auszubauen. Stattdessen nutzten die „Red Sox“ die
Nachlässigkeiten der HSG-Defensive aus und kamen bis zur Pause auf 17:19 aus
Sicht der Gäste heran.

Nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst nichts am
Spielverlauf: Übach-Palenberg hatte Lunte gerochen und der HSG fehlte die
nötige Konsequenz, die Aufholjagd zu beenden. Stattdessen entwickelte sich eine
offene aber niveauarme Partie zweier gleichwertiger Gegner. Zehn Minuten vor
dem Ende avancierte schließlich HSG-Torwart Carsten Thaysen zum
spielentscheidenden Mann auf dem Platz. Beim Stande von 30:30 ließ er bis zum
Abpfiff keinen Treffer mehr zu. Die Grün-Blauen übernahmen nun die Initiative
und kamen per Tempogegenstoß immer wieder zum Torerfolg. So verbuchten die
Siebengebirgler am Ende einen klaren 38:30 Sieg, dessen deutliches Ergebnis den
Spielverlauf kaum wiedergibt.

Trainer Micky Müller konnte sich nach dem Spiel kaum freuen
über den Sieg: „Das war ein ungewöhnlich schwacher Auftritt mit einem
schmeichelnden Resultat. Wir können uns sicher bei Carsten und Basti Hoffmann
bedanken, dass wir am Ende diesen Pflichterfolg eingefahren haben.“

 

Für die HSG spielten und trafen:

Carsten Thaysen, Michael Hecken, Sebastian Hoffmann 10/1,
Marco Dziendziol 7, Jens Schlösser 5, Christian Frohwein 4, Tim Schlösser 4,
Oliver Hovenbitzer 4, Heinrich Fech 3, Matthias Bogdanski 1, Christian Fech, Patrick
Plonka

 

Matthias Bogdanski